Was wäre das Oktoberfest ohne das Münchner Bier?
Damit auch alle Gäste reichlich mit Bier versorgt werden, sind die Münchner Brauereien Spaten-Franziskaner-Bräu, Augustiner, Paulaner, Hacker-Pshorr, Hofbräu und Löwenbräu mit Festzelten vertreten.
Laut Betriebsvorschriften des Oktoberfest darf nur Münchner Bier der leistungsfähigen und bewährten Münchner Traditionsbrauerein, das dem Münchner Reinheitsgebot von 1487 und dem Deutschen Reinheitsgebot von 1906 entspricht, ausgeschenkt werden.
Mit 14 große und 15 kleinere Bierzelten wird den Gästen eine große Auswahl geboten.
Da es oftmals auf Grund von Überfüllung zur Schließung eines Zeltes kam, hat die Stadt München ein Wiesnbarometer auf ihrer Homepage eingerichtet, das die jeweilige Auslastung der Zelte vorhersagt.
Für das Oktoberfest brauen die Münchner Brauereien ein spezielles Bier, welches Wiesn Märzen genannt wird.
Es unterscheidet sich in der Herstellung, da es mit mehr Stammwürze und damit auch mit einem höheren Alkoholgehalt gebraut wird (rund 6-7%).
Ein Maß Bier kostet je nach Zelt zwischen 8,70 Euro und 9,20 Euro (Vorjahr galten Preise zwischen 8,30 Euro und 8,90 Euro). Zum Füllen eines Maßkruges benötigt ein geübter Schankkellner im Schnitt eineinhalb Sekunden.
Durchschnittlich werden jedes Jahr rund 60.000 Hektoliter Bier ausgeschenkt. Schankkellner und Bedienungen haben mit dem Oktoberfest also alle Hände voll zu tun.
Um Schankbetrug zu erschweren, sind die verwendeten Maßkrüge in den Festzelten nicht mehr aus Ton, sondern aus Glas.
An Hand des Eichstriches sieht so jeder Gast ob die Maß auch wirklich eine Maß ist.
Da die Bierkrüge als Eigentum der Brauereien gelten, wird die Mitname der Gläser als Diebstahl angezeigt.
Auf Grund der in den 1980er und 1990er Jahren häufig vorkommenden Maßkrugdiebstähle wurde das Sicherheitspersonal der Festzelte angewiesen, nach Dieben Ausschau zu halten.
Die Mitnahme eines Maßkruges endet somit nicht selten als Strafanzeige bei der Polizei. Maßkrüge, die offiziell als Souvenir gekauft werden, sind zur einfachen Unterscheidung mit einer farbigen Plakette markiert.
Zu einem weiteren Ereignis auf dem Oktoberfest gehört der Fassanstich. Nach dem Einzug der Wiesn-Wirte auf Kutschen von der Innenstadt zur Festwiese sticht um Punkt 12:00 Uhr der Oberbürgermeister Christian Ude im Schottenhamel-Festzelt das erste Bierfass an. Mit dem Anstich und dem Ruf „O´zapft is“ gilt das Oktoberfest als eröffnet. Anschließend werden auf der Treppe der Bavaria zwölf Böllerschüsse abgegeben. Diese Schüsse dienen als Zeichen für die anderen Wirte mit dem Ausschank beginnen zu dürfen. Traditionell erhält der bayerische Ministerpräsident die erste Maß.
Bleiben Sie dran! Alle Artikel dieser Serie finden Sie gesammelt auf unserer Seite über das Oktoberfest. Dort gibt es auch noch mehr Informationen rund um die Wiesn.
Wenn Sie noch Fragen oder Anregungen haben, bitte hinterlassen Sie uns einen Kommentar und wir werden die Serie entsprechend ausweiten.
Beste Grüße,
Ihr Team vom München Blog.
Update:
Hab noch was Interessantes zum Thema “Anzapfen” gefunden.
Tags: Oktoberfest, Oktoberfest 2010, Wiesn, Wiesn 2010

