Das Völkerkundemuseum

Kulturen aus aller Welt finden sich in den Sammlungen des Völkerkundemuseums

Foto: Staatliches Museum für Völkerkunde

Bereits 1862 öffnete das Staatliche Museum für Völkerkunde in München die Türen und Tore für neugierige Besucher. Damit ist es übrigens das älteste Museum in dieser Art in Deutschland. In all den Jahren haben sich die Sammlungen und Kunstwerke enorm erweitert. So verfügt das Museum heute über ca. 160.000 Ethnographica, 135.000 fotografische Dokumente und auch eine große Fachbibliothek mit ca. 100.000 Büchern. Das Museum steht für Weltoffenheit, kulturellen Dialog und Respekt vor den Menschen aus der ganzen Welt. Ausgehend von den eigenen Beständen kann das Museum die vielen Unterschiede und auch Gemeinsamkeiten der weltweiten Kulturen aus Afrika, Amerika, Asien, Australien, dem Orient, der Südsee und Europa zeigen.

Außenstelle des Museums

Wie in fast jedem Museum gibt es vor Ort stattfindende Dauerausstellungen, Sonderausstellungen und Veranstaltungen zu Ausstellungen. In der Außenstelle des Völkerkundemuseum, die sich im Residenzschloss in Oettingen/Bayern befindet, zeigt das Museum in wechselnden Ausstellungen Exponate aus den reichen Sammlungen des Münchner Hauses.

Dauerausstellungen des Völkerkundemuseums

Aus Nordamerika befinden sich hier ein Indianer-Tipi und das älteste, gut erhaltene Kajak der Welt aus dem Jahre 1577. Dann gibt es selbstverständlich noch viele Masken von Indianern, darunter auch hölzerne Vogelmasken, viele Textilien und Mokassins zu bewundern. Südamerika bietet interessante Objekte aus Gold und Keramik zur Besichtigung an. Die Kunst der Inka und der mexikanischen Indianer mit den Götter- und Kriegsfiguren gehört ebenso dazu, wie auch Masken und Schmuck aus Peru und Bolivien. Aus Afrika wird eine Menge an plastischer Kunst mit den Figuren und Masken aus vielen Teilen Afrikas gezeigt. Darunter auch Skulpturen, Waffen, Silberhandwerk, Elfenbeinschnitzereien und vieles mehr.

Der Orient bietet viele religiöse Gegenstände zur Besichtigung an, auch islamische Kleinkunst aus Kalligraphie, darüber hinaus die typische Alltagskunst aus dem 18. bis 20. Jahrhundert und eine monumentale Fliesenfassade von einer Moschee aus Pakistan. Eine Besonderheit ist der Buddhasaal im Völkerkundemuseum. Dies ist ein japanischer Tempelsaal mit Wächterfiguren und einem großen, thronendem Buddha. Interessant ist auch die polynesische Stabgottheit der Cook-Inseln aus dem Bereich Ozeanien. Zudem gibt es ein melanesisches Paddel zu sehen, welches mit einer Darstellung von einer Fischfangszene aufwarten kann.

Aktuelle Ausstellungen

Doch nicht nur diese Dauerausstellungen locken immer wieder viele Besucher in das Völkerkundemuseum in München, sondern vor allem auch die stets wechselnden Sonderausstellungen, wie die derzeit laufenden Ausstellungen zum Thema „Augenblick Afghanistan“ und die bald beginnende „Spinifex Arts Project“, die sich mit dem Thema der Aboriginal Art aus der Great Victoria Desert Australiens beschäftigt.