Odeonsplatz

Blick vom Odeonsplatz nach Süden auf die Theatinerkirche, Feldherrnhalle und Residenz – Foto: Florian Adler; Lizenz: CC BY-SA-3.0

Sicherlich gibt es viele schöne Plätze in München zu besichtigen, doch der Odeonsplatz dürfte wohl einer der interessantesten sein. Wer hier mit geschlossenen Augen hinkommen würde, der hätte das Gefühl in Italien gelandet zu sein. Nicht wegen der vielen italienisch sprechenden Menschen, sondern wegen dem Stil der Kirche, die im italienischen Spätbarock erbaut wurde, dazu kommt noch – erbaut nach einem Florentiner Vorbild – eine Loggia und nicht zu vergessen ist natürlich auch Münchens ältestes Café.

Wer sich ein wenig mit der Geschichte Münchens beschäftigt hat, weiß, dass der Odeonsplatz der Ausgangspunkt in die Ludwigstraße ist, die übrigens nach König Ludwig I benannt wurde. Um den ganzen Platz liegt Münchens königliche Residenz. Der Hofgarten beinhaltet von dem bekannten Münchner Architekten Leo von Klenze das erste Bauwerk. Für viele Menschen ist der Hofgarten heute ein Ort der Stille und der Ruhe, denn nur ganz wenig von dem Stadtlärm dringt hier durch. Viele Spielebegeisterte finden sich hier ein, um mit Freunden und auch der Familie Boccia zu spielen. Doch nicht nur der Hofgarten bietet einen schönen Ausgangspunkt für einen Spaziergang an, auch die Feldherrenhalle hat ihre eigene Geschichte. Die bekannte Loggia dei Lanzi aus Florenz wurde hier in einem Abbild erschaffen. Das geschah im Auftrage von Ludwig I und sollte das Heer ehren. Hellgelb leuchtet die Außenfassade der Theatinerkirche St. Kajetan. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut mit herrlichen Stuckarbeiten in ihrem Innern. Eine Besichtigung des imposanten Gebäudes ist empfehlenswert.

Sollte sich jemand fragen, woher der Name Odeon denn nun kommt, auch hier kann Abhilfe geschaffen werden. Denn es war in den früheren Zeiten, zu Ludwig I, ein Konzerthaus. Dies stand damals am nordwestlichen Teil des Odeonplatzes. Doch auch hier sind die Schäden des Krieges zu finden, denn das Odeon wurde fast vollkommen zerstört, nur ein Teil der Außenfassade blieb damals stehen. Aufgebaut wurde es wieder liebevoll, allerdings wurde es kein Konzertsaal mehr, sondern es ist heute der Sitz des bayrischen Innenministeriums.
Viele Veranstaltungen finden hier auf dem Odeonsplatz noch immer statt. Zu den wichtigsten gehören kulturelle Ereignisse, wie das beim Publikum sehr beliebte Open-Air-Klassik-Konzert: „Klassik am Odeonsplatz“, welches einmal im Jahr stattfindet.

Es ist also wirklich lohnenswert Münchens herrliche Kulturstätten zu besuchen. Nehmen Sie sich einfach ein wenig Zeit und vielleicht haben Sie ja dann sogar noch ein wenig Glück und können bei schönem Wetter einen herrlichen Platz in Münchens ältestem Kaffeehaus, dem Café Tombosi ergattern.