Mit ‘Haus der Kunst’ getaggte Artikel

Kendell Geers 1988-2012 – Ausstellung im Haus der Kunst

Dienstag, 29. Januar 2013

Der Künstler und Filmemacher Kendell Geers

Foto: Kendell Geers_prayplaypreypay


Kendell Geers ist ein international bekannter Performance-Künstler, Musiker und Filmemacher. Geboren wurde er 1968 in Johannesburg. Kendell Geers Leben und Werk lassen sich in zwei Werkphasen gliedern, die jeweils ein Jahrzehnt umfassen. Diese Phasen werden in der Ausstellung im Haus der Kunst in München auf ihre Entwicklung hin untersucht.

Über seine erste politische Phase von 1989-2000 vermittelt die Ausstellung zum ersten Mal in Europa einen Überblick. Zu dieser Zeit lebte Kendell Geers als weißer Südafrikaner im System der Apartheid, wo er sich in seiner künstlerischen Praxis mit den Widersprüchen der Moral und Ethik des Systems auseinandersetzte. In seinen Arbeiten stellte er die Erfahrung des subjektiven Ichs in der Gesellschaft in den Mittelpunkt. Geers trat zur Zeit der ersten demokratischen Wahlen in Südafrika jeder politischen Partei bei. Über die Verwendung gefundener Objekte wie Stacheldraht, Neonleuchten oder Glasscherben fand er so zu seiner von Provokation, Humor und Gewalt geprägten Bildsprache.

Seine spätere, europäische Phase, die eingeleitet wurde mit dem Umzug nach Brüssel im Jahr 2000, ist geprägt von einer eher poetischen Ästhetik. Geers überführte seine aufrührerische Praxis in einen globaleren Kontext, indem er sich mit übergreifenden Erzählungen der Zeit wie Terrorismus, Religion und Sterblichkeit befasst. Geers folgt dennoch weiter seiner konzeptuellen Sprache der Aneignung und stellt sie in großformatigen Werken und skulpturalen Objekten dar.

Die Ausstellung im Haus der Kunst zeigt den Einfluss von Sprache und Literatur nach. So können Leben und Werk des Künstlers als lebendes Archiv gesehen werden, bestehend aus politischen Ereignissen, Fotografien, Briefen und literarischen Texten. Diese dienen ihm als Inspirationsquelle und bilden gleichzeitig eine Fortsetzung seines Schaffens. Die Ausstellung kuratiert Clive Kellner, ehemaliger Direktor der Johannesburg Art Gallery.

Besuchen auch Sie Kendell Geers vom 1. Februar bis 12. Mai 2013 im Haus der Kunst in München. Das Team vom München Blog wünscht viel Vergnügen.

Service:

Ausstellung Kendell Geers
1. Februar bis 12. Mai 2013
Haus der Kunst
Montag-Sonntag 10-20 Uhr
Donnerstag 10-22 Uhr
Hier geht es zum Webauftritt.

Und für alle, die für diese Veranstaltung extra nach München kommen, haben unsere Partner StayMunich und Stay2Munich wie immer günstige Übernachtungsmöglichkeiten!

Sammlung Goetz im Haus der Kunst München

Mittwoch, 30. März 2011

Sammlung Goetz im Haus der Kunst

Foto: Wilfried Petzi

Ingvild Goetz und das Haus der Kunst stellen gemeinsam die Kunstsammlung Goetz im Rahmen einer Dauerausstellung vor. Die Ausstellungen wechseln halbjährlich und unterliegen unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten zu dessen Thema entsprechende Werke ausgestellt werden. Die erste Ausstellung trägt den Titel Aschemünder und findet im Zeitraum vom 09.04.2011 bis 29.09.2011 statt. Die Themen finden im stetigen Wechsel statt und reichen bis ins Jahr 2014 hinein. Die Werkauswahl wurde von Ingvild Goetz persönlich getroffen. Die ausgewählten Filme zum Auftaktthema Aschemünder beschäftigen sich mit Kriegserlebnissen und werden aus Sicht der Täter und Opfer medial und kunstvoll zugleich reflektiert. Sie nehmen Bezug auf Krieg, Diktatur, Folter und Verfolgung.

Die Kunstsammlung Goetz ist eine international renommierte Sammlung zeitgenössischer Film- und Medienkunst in München und zählt inzwischen europaweit zu den bedeutensten ihrer Art. Sie besteht aus über 480 Werken die von ca. 170 Künstlern gefertigt wurden und bietet einen Querschnitt zeitgenössischer Kunst im Film- und Videobereich.

Die Dauerausstellung findet auf einer Ausstellungsfläche von 292 qm² statt. In 14 kabinettartigen Räumen des Luftschutzkellers mit symmetrischer Raumfolge spiegelt sich das Thema Aschemünder nicht nur wieder sondern eignet sich auch aus räumlicher Sicht sehr gut zum Auftakthema .

Bereits 1993 legte Ingvild Goetz mit dem Ankauf von Cheryl Donegan´s Werk Head den Grundstein für ihre Sammlung von künstlerischen Videos und Filmen.

Zu den Künstlern, die im Rahmen dieser Kunstaustellung vertreten sind, gehören u. a. Doug Aitken, Chantal Akerman, Matthew Barney, Janet Cardiff / George Bures Miller, Nathalie Djurberg, Stan Douglas, Harun Farocki, Omer Fast, Dominique Gonzalez-Foerster, Douglas Gordon, Rodney Graham, Teresa Hubbard / Alexander Birchler, Mike Kelley, William Kentridge, Sharon Lockhart, Steve McQueen, Ulrike Ottinger, Paul Pfeiffer, Pipilotti Rist, Anri Sala, Fiona Tan, Gillian Wearing und Yang Fudong.

Viel Vergnügen wünscht das Team vom München Blog.

Service:

Sammlung Goetz
Haus der Kunst
Auftaktthema Aschemünder
09.04.2011 bis 29.09.2011
Öffnungszeiten: Fr / Sa / So von 10:00Uhr–20:00Uhr

Impressionen zur Ausstellung

Theatergarten Bestiarium – Haus der Kunst München

Montag, 07. März 2011

Theatergarten Bestiarium

Foto: Wilfried Petzi

Schon die Schöpfungsgeschichte in der Bibel hat einen paradisischen Garten als Mittelpunkt. Das ist einer, aber bei weitem nicht der einzige Grund, sich ausführlicher mit dem Thema Garten zu beschäftigen. Im Jahre 1986 verfasste der Münchner Galerist Rüdiger Schöttle seinen Essay Bestiarium: Theater und Garten der Wildheit, des Kampfes und des Glücks. Dieser ist die Grundlage für die Ausstellung Theatergarten Bestiarium, welche Sie nun von 28.03. bis 31.07. im Haus der Kunst bestaunen können.

Im Kern geht das Projekt zurück auf die Gärten aus der Barock und Rokokozeit des 17. und 18. Jahrhunderts mit ihren natürlichen und künstlerischen Welten. Für die Ausstellung produzierten 14 internationale Künstler Arbeiten, die nun in einer gemeinschaftlichen Installation präsentiert werden.

Die Entwicklung des Theatergarten Bestiarium dauerte ganze zwei Jahre. Erstmalig ausgestellt wurde er 1989 in New York. Die verschiedenen Kunstwerke gehen dabei ineinander über. Es ist keine Ausstellung isolierter Werke. Im Fokus stehen die Entwicklung und der Produktionsprozess.

Im Theatergarten Bestiarium finden Sie Architektur, Skulptur, Musik, Fotografie, Film und Theater in einem großen Kunstwerk vereint.

Der Theatergarten präsentiert sich als überdimensionales Tischplateau mit Hügeln, Tälern und Seen. Von oben herab werden auf die Landschaft Abbildungen historischer Gemälde und Filmstills projiziert.

Nach nun mehr 25 Jahren haben Sie die Chance den Theatergarten Bestiarium auch in München zu erleben.

Das Team vom München Blog wünscht Ihnen viel Spass bei dieser außergewöhnlichen Kunstinstalltion.

Service

Theathergarten Bestiarium
28.03. – 31.07.2011
Haus der Kunst München
Öffnungszeiten:
Mo. – So. 10:00 – 20:00 Uhr
Do. 10:00 – 22:00 Uhr.
Eintritt 5€
Jugendliche unter 18 Jahren 2€
Kinder unter 12 Jahren frei.

Future Beauty – Japanese Fashion im Haus der Kunst

Mittwoch, 16. Februar 2011

Rei Kawakubo / Comme des Garçons Spring/Summer 2007 © Anthea Simms

ei Kawakubo / Comme des Garçons Spring/Summer 2007 © Anthea Simms

Es war Anfang der 1980er Jahre, als japanische Designer wie Rei Kawakubo, Issey Miyake und Yohji Yamamoto die Vorstellungen von schöner Mode in Frage stellten und sich so quasi gegen den Westen stellten. Sie machten sich daran, eine gänzlich neue Mode zu schaffen. Eine neue japanische Avantgarde-Mode war geboren. In der Ausstellung Future Beauty – Japanese Fashion im Haus der Kunst in München werden Sie durch die nun 30 jährige Geschichte, dieser neuen japanischen Mode geführt.

Im Gegensatz zu dem, was im westlichen Teil der Welt über die Laufstege getragen wird, setzt die japanische Mode auf fließende Formen und eine reduzierte, monochrome Farbauswahl. Dies hilft, den Schnitt und die Proportionen des Meisterwerks zu genießen, ohne abgelenkt zu werden.
Große Bedeutung kommt auch dem Material zu, aus dem die Kleidungsstücke geschneidert wurden. Ausschweifende Materialen ebenso wie nicht ganz tadellose Stoffe. Der Mensch wird vom Material verhüllt. Räume zwischen Haut und Stoff sorgen für ganz neue Silhouetten.

Am weltberühmten Bettler-Look von Rei Kawakubo, aber auch bei den Arbeiten von Issey Miyaki und Yohji Yamamoto zeigt sich klar das Konzept japanischer Mode: Wabisabi. Schönheit liegt in der Bescheidenheit und Unvollkommenheit

Bei der Ausstellung Future Beauty – Japanese Fashion im Haus der Kunst bekommen Sie rund 130 Kleidungsstücke, Filme von Modenschauen und Ausstellungskataloge zu sehen. Natürlich wartet noch weiteres Dokumentationsmaterial auf Sie, um Sie durch die 30 jährige Geschichte der japanischen Mode zu führen.

Die Ausstellung ist in vier Bereiche gegliedert: Lob der Schatten (Schwerpunkt auf dunklen Farben), Flachheit (Schwerpunkt auf einfachen geometrischen Formen), Tradition und Innovation (Schwerpunkt auf rapider Innovation im Kontrast zur Tradition) und Cooles Japan (Schwerpunkt auf Jugendmode in Japan).

Das Kunstprojekt Future Beaty ist Europaweit das erste seiner Art. Es wird veranstaltet vom Haus der Kunst in Kooperation mit dem Kyoto Costume Institut (KCI).

Am Eröffnungstag, dem 04.03. findet um 21:00 Uhr ein Konzert von Ryoji Ikeda und Carsten Nicolai statt. Tickets hierfür kosten 10€, ein Kombiticket erhalten Sie für 17€ (Konzert und Ausstellung).

Tags darauf, am 05.03. um 17:00 Uhr, gibt es eine Diskussion zum Thema Japanese Culture – Tradition and Innovation. Teilnehmen werden Akiko Fukai, Shinji Kohmoto und Sou Fujimoto. Die Moderation übernimmt Chris Dercon. Eintritt 5€, Kombiticket 12€.

Das Team vom München Blog wünscht Ihnen eine Zeitreise der anderen Art.

Service

Future Beauty – Japanese Fashion
04.03. – 19.06.2011
Öffnungszeiten:
täglich 10:00 bis 20:00 Uhr
Donnerstags 10:00 bis 22:00 Uhr
Eintritt: 10€ / Ermäßigt 7€
Unter 18 Jahren 2€
Unter 12 Jahren frei

Der Katalog zur Ausstellung erschien für 39,95€ im Prestel Verlag unter der ISBN 978-3-7913-4551-2.

Einige Beispiele, was Sie auf der Future Beauty erwartet

move – Kunst und Tanz seit den 60ern

Mittwoch, 02. Februar 2011
Move, Ausstellung im Haus der Kunst, photo julien gabriel richter © the forsythe company

photo julien gabriel richter © the forsythe company

Wenn man den Worten von Allan Kaprow Glauben schenken darf, haben es Künstler heute deutlich leichter als Früher. Sie müssen sich demnach nicht mehr entscheiden, ob Sie nun Maler, Poet oder Tänzer sind, sie sind einfach Künstler.

Und da eben viele Kunstrichtungen immer mehr verschmelzen widmet das Haus der Kunst in München dem Zusammenspiel aus Kunst und Tanz die Ausstellung move. Hierbei werden Kunstwerke von anwesenden Darstellern und Tänzern aktiviert. Oder die Werke choreografieren die Besucher und laden Ihn zu körperlichen Erfahrungen ein.

Die Werke der Ausstellung move reichen zurück bis in die 1960er Jahre. Präsentiert werden Schlüsselwerke aus einer Zeit, in der Grenzen zwischen Kunst und Leben zu verschwinden schienen. Diese beinhaltet unter anderem Skulpturen von Trisha Brown, Lygia Clark und Robert Morris.

Neben den Werken aus den 1960ern und 70ern präsentiert move auch aktuelle Arbeiten aus Tanz und Choreographie und bildenden Künsten. Hangeln Sie sich doch mal an Ringen quer durch den Raum. Ein Test für Ihre körperliche Kraft und Koordinationsfähigkeit.

Wichtige Namen, denen Sie auf die ein oder andere Weise bei der Ausstellung move begegnen könnten:
William Forsythes, Mike Kelleys, Graham, La Ribot, João Penalva, Tino Sehgal, Franz West und natürlich noch viele Andere.

Die Ausstellung move wird organisiert von der Hayward Gallery, London, in Zusammenarbeit mit dem Haus der Kunst.

Lassen Bewegen!
Das Team vom München Blog

Service

move
11.02.-08.05.2011
Haus der Kunst München