Mit ‘Oktoberfest 2010’ getaggte Artikel

Wiesn-Empfehlungen für Eltern & Kinder

Montag, 20. September 2010

Sicherlich hat ihr Kind Sie schon um einen Besuch auf den Wiesn gebeten.
Was Kinder leider noch nicht begreifen können, sind die Gefahren und Risiken, die entstehen können, wenn knapp 7 Millionen Menschen auf einem Festgelände zusammentreffen.
Damit es für Sie kein Horror-Trip wird, und das Händchen halten der Kleinen nicht zu Schweißhänden führt haben wir für Sie einige Tipps zusammengestellt und auf Situationen Aufmerksam gemacht, denen Sie leicht vorbeugen können.

Der richtige Zeitpunkt

Riesenrad auf dem Oktoberfest © Michael Nagy, Presseamt MünchenFakt ist das am Abend und an den Wochenenden mehr los ist als in der übrigen Zeit. Betrunkenen Gästen, die langsam das Gleichgewicht verlieren und kurz an einen anlehnen, sei verziehen. Für die lieben Kleinen wäre das allerdings überaus beängstigend. Darum empfehlen wir Ihnen die Familientage. Diese finden jeweils Dienstags statt. Ein großer Vorteil an den Familientagen sind auch die ermäßigten Fahr-Eintritts- und Verkaufspreise, die zwischen 12 und 18 Uhr gelten.

Während der “Mittagswiesn“, die von Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr stattfinden, werden übrigens auch ermäßigte Fahr-, Eintritts-, Verkaufspreise
und günstiges Essen angeboten.

Nutzen Sie diese und weitere Angebote, die Sie auf einem Faltblatt des Tourismusamtes mit dem Titel “Wiesn Hits für Kids finden und genießen Sie einen wesentlich angenehmeren und stresslosen Wiesnbummel.

Besondere Regeln für Eltern mit Kinderwägen :

Zu ihrer eigenen Sicherheit ist das Betreten des Oktoberfest an Samstagen verboten. An den übrigen Tagen sind Kinderwägen bis 18 Uhr erlaubt.
Trotz der bestehenden Risiken, sind Besucher mit Kindern herzlich Willkommen.
Für Eltern wurde eine Kinder und Jugendschutzstelle eingerichtet, in der Sie die Möglichkeit haben sich zum Stillen und Wickeln zurückzuziehen. Sie befindet sich im Servicezentrum, am Eingang der “Festleitung” hinter dem Schottenhamel-Zelt.

Ihr Kind wieder finden

Zwischen 10 und 16 Uhr wird die Kinderfundstelle vom Frauensozialdienst des Bayerischen Roten Kreuzes betreut. Von 16 bis 23 Uhr sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtjugendamtes für Sie da.
Falls Sie ihr Kind bei dem ganzen Rummel verlieren sollten, wird Ihnen die Kinderfundstelle helfen.
Unter der Telefonnummer 089/233-828 20 oder 089/233-828 21 erreichen Sie einen Ansprechpartner.

Bevor Sie mit Ihrem Kind das Fest betreten, sollten Sie es am besten über folgendes aufgeklärt haben:

Falls ihr Kind Sie verlieren sollte, sollte es Schausteller, Zeltpersonal oder die Polizei ansprechen. Sie sind darauf vorbereitet und werden Ihr Kind zur Kinder- und Jugendschutzstelle bringen.

Damit es allerdings gar nicht soweit kommt, hier noch einige Tips:

Vereinbaren Sie am besten schon im Vorraus eine Treffpunkt (Ungeeignete Treffpunkte sind die Bavaria, das Riesenrad oder der Haupteingang. Gerade dort herrscht unübersichtliches Gedränge).

Nehmen Sie ihr Handy mit. Am besten mit vollem Akku und angeschalten, damit Sie im Notfall erreichbar sind.
Geben Sie ihrem Kind ein Zettel mit Ihrer Telefonnummer mit. Dies ermöglicht eine schnelle “Familienzusammenführung”.

Jugendliche allein auf dem Oktoberfest

Bierzelt im Sonnenuntergang, Oktoberfest © Michael Nagy, Presseamt MünchenFalls Sie Eltern eines Jungedlichen sind, und Ihr Kind “aus dem mit Mama & Papa weggehen Alter raus ist” können wir Sie auch hier beruhigen:

Der Tabakwarenverkauf an Jugendliche unter 18 Jahren ist verboten. Ebenso das Rauchen in der Öffentlichkeit.
Der Besuch eines Bierzeltes ist Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten gestattet.
Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren ist der Aufenthalt auf der Festwiese nach 20 Uhr nur in Begleitung gestattet.
Konsum von Alkohol ist Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht gestattet.
Der Konsum von Bier, Wein und Sekt ist erst ab 16 Jahren erlaubt.
Der Ausschank von branntweinhaltigen Getränken wie Schnaps, Cocktails, Limes usw. an Jugendliche unter 18 Jahren ist nicht gestattet.
Ausschank und Verkauf von Alcopops sind auf dem Oktoberfest generell verboten.

Zusammenfassung

Wie Sie sehen, bekommen Sie viel Unterstützung. Wir hoffen, Sie haben in diesem Artikel alle Informationen gefunden, nach denen Sie gesucht haben und vielleicht noch ein wenig mehr ;)
Mit ein wenig Vorsicht, können auch Sie gemeinsam mit Ihren Kleinen eine unvergessliche schöne Zeit erleben.

Das Team vom Münchenblog wünscht einen reibungslosen Besuch des Oktoberfestes 2010.

Teil 7: Bayerisch für Auswärtige – Interpretationen einer Pfälzerin

Freitag, 17. September 2010

Für den einen oder anderen auswärtigen Besucher auf den Wiesn wird die bayerische Ausdrucksweise sicherlich zu einigen Missverständnissen führen. Gerade auf dem Oktoberfest wird viel Bayerisch gesprochen; viel mehr als es üblicherweise in München der Fall ist. Vermutlich passt sich die Sprache an die Tradition des Oktoberfestes an ;) . In der Pfalz aufgewachsen und nun beruflich nach München gezogen, muss ich gestehen, dass ich auch meine Probleme mit dem Bayerischen habe. Um Sie, liebe Leser, auf diese unbekannte Situation vorzubereiten, möchte ich Ihnen hier einige Ausdrücke näherbringen, denen Sie auf dem Oktoberfest begegnen könnten.

Griasgood / Griasdi Guten Tag / Grüß dich
Pfiadi Auf Wiedersehen
Deaf I? / Ealaums? Darf ich? / Erlauben Sie?
An Guadn Guten Appetit
a Hoibe Eine 0.5 l Bier
Brezn Brezel
schneizdiache Taschentuch
herzkaschperl Herzinfarkt
Richt ma eps Ich hätte gern etwas zu essen
Hendl / Gickerl Hähnchen (eines der beliebtesten Gerichte im Bierzelt)
Stamperl Gläschen Schnaps
Bieß Gebiss
Ha? Wie bitte?
Host mi? Hast du mich verstanden?
Antn Ente
agradd… Ausgerechnet …
damisch verrückt
aufnachtessn Abendessen
boradgschert Sehr unhöflich
diredare Bezeichnung für Geld
Fade Nocka Langweiliger Mensch
Gschbusi Geliebte(r) (wichtig für die Wiesn)
Gaudi Vergnügen (noch wichtiger)
auffe hinauf
Schleich di Verschwinde!
Watschn / Fotzn / Schejn Ohrfeige
Dangschee Vielen Dank
Derfs no wos sei? Möchten Sie noch etwas? (eine Maß bier vielleicht?)

Und wer jetzt behauptet, die Pfälzer wären nicht lernwillig, auch andere Teile Deutschlands verstehen den Bayern nicht immer

Viel Spass beim Erlernen der neuen Fremdsprache wünscht

Gjira vom München Blog

Dies war der letzte Artikel vor dem Oktoberfest. Natürlich finden Sie weiterhin alle Artikel dieser Serie gesammelt auf unserer Seite über das Oktoberfest.

Sollten Sie noch Fragen, Anregungen oder Wünsche haben, zögern Sie bitte nicht, uns einen Kommentar zu hinterlassen oder uns direkt anzuschreiben.

Viel Spass auf dem Oktoberfest 2010 in München.
Ihr Team vom München Blog

Teil 6: Hauptattraktionen des Oktoberfestes

Donnerstag, 16. September 2010

Zu den Hauptattraktionen des Oktoberfestes gehören natürlich die Fahrgeschäfte. Oftmals gilt hier das Prinzip: „höher, größer, weiter“. Die Besucher sind von der Beschleunigung, den Licht- und High-Tech-Effekten fasziniert.

Zu den modernen Anlagen gehören der Olympia-Fünfer-Looping, der Playball oder der Freefall.
Vereinzelt kommen jedoch auch ganz neue, durchaus interessante Konzepte, wie beispielweise die Wildwasserbahn zum Einsatz. Hier darf natürlich auch das große Riesenrad nicht fehlen. Bei einer Höhe von 48 Metern bekommt man einen schönen Ausblick auf das komplette Gelände des Oktoberfestes.

Was Achterbahnfreunde sicherlich auch interessiert, ist der EuroStar. Die 7,8 Millionen Euro teure, spektakuläre Achterbahn mit einer Länge von 860 Metern und einer Höhe von über 50 Metern. Sie ist damit eine der größten transportablen Achterbahnen der Welt.
Während der mit 55 Sekunden relativ kurzen aber atemberaubenden Fahrt, erreichen die 28-sitzigen Züge, in denen man wie in einem Vierer-Sessellift sitz, eine Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h.
Über die Rampe geht es auf über 50 Meter Höhe. Nach der folgenden, steilen Abfahrt in den großen Looping, an dessen Ende ein Gefühl des „freien Falls“ auftritt, donnern die Züge durch verrückten Looping-Schleifen und drehen sich dabei schraubenartig um sich selbst.
Daraufhin folgen einige enge Kurven, die eine Fahrt mit der „Kult“- Achterbahn EuroStar zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Ein weiterer Klassiker auf dem Oktoberfest ist das „Feldl´s Teufelsrad“. Seit 1910 dient das Teufelsrad schon der Belustigung der Zuschauer. Während man auf einem, sich immer drehenden Rad sitzt und versucht nicht herunter zu fallen wird man vom „Rekommandeur“ mit Schaumstoffbällen beworfen und auf jede andere erdenkliche Weise zu Fall gebracht. Einmal Eintritt gezahlt darf man sich stundenlang als Zuschauer im Zelt aufhalten und sich auf Kosten Anderer amüsieren oder selbst zum Helden des Teufelsrads werden.

Brauereigespann Oktoberfest

Fotograf Robert Hertz, Tourismusamt München

Zeitgleich zum eigentlichen Oktoberfest findet auf dem Südteil der Theresienwiese die Jubiläumsfeier 200 Jahre Oktoberfest statt. Hierzu veranstaltet die Stadt München in Zusammenarbeit mit vielen Verbänden die historische Wiesn. Das vielversprechende Programm bietet für 4 Euro Eintritt eine Zeitreise in die Vergangenheit des Oktoberfestes. Eröffnet wird die Jubiläumsfeier am 17. September um 11:00 Uhr mit einem Festzug von der Theresienhöhe zum historischen Teil der Festwiese. Geöffnet ist täglich zwischen 10:00 und 20:00 Uhr. Kinder bis 14 Jahre zahlen keinen Eintritt. Firmen können übrigens für Gruppen bis zu 25 Personen auch Sonderführungen buchen. Diese sind in 30 Sprachen verfügbar und dauern ca. 90 Minuten. Mehr Infos dazu? Hinterlassen Sie uns einen Kommentar oder schicken Sie uns eine Email, dann senden wir Ihnen die Daten zu.

Wie Sie sehn können, ist für ordentlich Unterhaltung gesorgt.
Vorbeikommen lohnt sich!

Bleiben Sie dran! Alle Artikel dieser Serie finden Sie gesammelt auf unserer Seite über das Oktoberfest. Dort gibt es auch noch mehr Informationen rund um die Wiesn.
Wenn Sie noch Fragen oder Anregungen haben, bitte hinterlassen Sie uns einen Kommentar und wir werden die Serie entsprechend ausweiten.

Beste Grüße,
Ihr Team vom München Blog.

Teil 5: Die Besucher der Wiesn und wo sie Platz finden

Mittwoch, 15. September 2010

Bei 6 Millionen jährlichen Besuchern auf dem Oktoberfest ist es doch sehr interessant zu sehn, aus welchen Regionen der Welt diese anreisen. Eins steht fest: Wenn es um das Oktoberfest geht, scheuen Besucher aus aller Welt keine Kosten und Mühen.

Die ausländischen Gäste stammen hauptsächlich aus Italien, den USA, Japan und Australien. Traditionell gehört das zweite Wochenende der Wiesn den Italienern. Zehntausende feierfreudige Touristen aus dem Süden quartieren sich meist auf den Campingplätzen in und um die Landeshauptstadt ein. Nicht umsonst nennt der „Münchner“ dieses Wochenende das „Italiener Wochenende“.

Auch wenn die Fahrgeschäfte und Schaustelldarbietungen vor Beginn einzeln bezahlt werden müssen, ist der Eintritt zu allen Bierzelten frei. Kleiner Hinweis am Rande: Ohne Sitzplatz im Bierzelt, kein Bier ? (Die “Stehmaß” ist verboten)
Um das zu verhindern, reservieren viele Wiesn Besucher schon 7 bis 8 Monate vor dem Ereignis Sitzplätze. Selbstverständlich können Sie auch ohne Reservierung ein Bierzelt besuchen, allerdings sollten Sie dies in der Früh tun, vor allem wenn Sie mit einer größeren Gruppe unterwegs sind.

Besucher im Bierzelt

Fotograf Christl Reiter, Tourismusamt München

Tipp: Um nicht vor verschlossenen Zelttüren zu stehen, raten wir Ihnen Laufe der Woche spätestens 14:30 Uhr, und am Wochenende am besten noch vor Mittag einzutreffen

Details zur Auslastung der Festzelte gibts im Wiesnbarometer.

Falls Sie einen Ausflug mit ihren Kindern geplant haben, sollten Sie berücksichtigen dass der Aufenthalt im Bierzelt für Kinder unter 6 Jahren ab 20 Uhr verboten ist. In diesem Fall wären Sie gezwungen das Bierzelt zu verlassen.

Generell wird die Mitnahme von Kindern in ein Bierzelt nicht empfohlen, auch wenn selbige ab diesem Jahr rauchfrei sein sollten.

Aber sehen Sie das nicht zu eng. Schließlich hat das Oktoberfest doch viel mehr zu bieten als Bierzelte und es ist wirklich für jede Altersgruppe was dabei.
Zum Beispiel die modernen Fahrgeschäfte wie der Olympia Looping, die größte mobile Achterbahn der Welt mit fünf Loopings. Oder das Riesenrad, mit einer Höhe von 48 Metern, welches zu den bekanntesten Attraktionen gehört.

Ein weiteres Highlight unter den Wiesn-Veranstaltungen ist der Trachten- und Schützenzug. Er findet jedes Jahr am ersten Wiesn-Sonntag statt. Weitere wichtige Veranstaltungen sind der Einzug der Wirte, der Anstich, der Oktoberfest-Gottesdienst, das Böllerschießen vor der Bavaria und – alle vier Jahre – das Landwirtschaftsfest.
Die Benutzung der Toiletten ist übrigens kostenlos!

Falls Ihnen das Bargeld ausgehen sollte, finden Sie im Bereich der U-Bahnstation Theresienwiese einen Geldautomaten der Deutschen Bank. Beim Haupteingang wird Ihnen von der Merkurbank ein Geldautomat zur Verfügung gestellt.

Und falls Sie noch einen Platz für die Zeit suchen in der nicht ausgeschenkt wird, bei unseren Partnern finden Sie auch noch einen Platz zum schlafen.

Bleiben Sie dran! Alle Artikel dieser Serie finden Sie gesammelt auf unserer Seite über das Oktoberfest. Dort gibt es auch noch mehr Informationen rund um die Wiesn.
Wenn Sie noch Fragen oder Anregungen haben, bitte hinterlassen Sie uns einen Kommentar und wir werden die Serie entsprechend ausweiten.

Beste Grüße,
Ihr Team vom München Blog.

Teil 4: Bayerische Tracht

Dienstag, 14. September 2010

Eine Frau im Dirndl

© Peter Atkins


„Mit einer Lederhose oder einem Dirndl ist man immer gut gekleidet…“ behauptet der Bayer selbstbewusst. Bei so einer Einstellung ist es doch kein Wunder, dass das Tragen von traditionellen Trachten auf dem Oktoberfest so selbstverständlich ist.

Was für Außenstehende vielleicht etwas merkwürdig aussieht, nimmt in Bayern keine Sonderstellung ein, sondern hat sich einfach in den Alltag integriert. Einer der eigentliche Wesenszüge einer Tracht. Würde man sie nicht auch im Alltag tragen, wäre sie womöglich keine Mode, sondern bereits ausgestorben.

Rund 9000 Trachtler ziehen jedes Jahr von der Innenstadt aufs Oktoberfest. Der Trachtenumzug zum Oktoberfest findet dieses Jahr am 19.09. statt. Zwei Stunden lang begegnet man hier einer Fülle an unterschiedlichen Kleidern. Jedes auf seine Weise einzigartig. Typisch sind deshalb zu diesem Anlass: Dirndl, Hemden, Hosen, Lederhosen, Schürzen, Blusen, Tücher und Hauben. Das alles sind regionale Trachten.

Dabei liegt der Ursprung der Trachten nicht in der modischen Erscheinung sondern im praktischen Nutzen. Vor 1883 war die Tracht noch schlicht und bot dem Träger Schutz vor Hitze, Kälte, Nässe und Ungeziefer. Sie wurden lang getragen und mit Kälberstricken zusammengehalten.
In Hunderten von Trachtvereinen huldigen auch heute noch insgesamt über 300.000 Mitglieder der alten traditionellen Tracht. Allerdings haben diese nur wenig mit den ursprünglichen Arbeitskleidungen der Bauern, Flößer, Senner und Waldarbeiter zu tun.

Frau im Dirndl

© Peter Atkins

Es ist vielmehr ein Trend geworden, der von vielen verschiedenen Designern neu gestaltet wird. Sei es mit zusätzlichen Accessoires oder aufgepeppten Stoffen, die Nachfrage an individuellen Dirndl kennt keine Grenzen.

Vom Massendirndle beim Discounter bis zum Designerstück. Die Auswahl ist groß und gerade zum Oktoberfest ist die eigene Tracht ein „must have“.

Auch wenn die weibliche Bekleidung immer etwas schöner ist, dürfen wir die der männlichen Bayern nicht vergessen. Die Lederhose! Vergleichbar mit dem Kilt in Schottland und den Cowboy-Hut in den Vereinigten Staaten, ist die Lederhose DASS Merkmal für Bayern.

Sie war ursprünglich die Arbeitskleidung von Jägern und Forstarbeitern. Als sich aber vor 150 Jahren der österreichische Kaiser Franz Joseph, der bayerische Herzog Max und andere Adlige in Lederhosen fotografieren ließen, da wurde diese Gebirgstracht zum Symbol ihrer Volksverbundenheit. Zum Jagen war sie sehr praktisch und fand deshalb schnell Nachahmer.

Getragen kann sie entweder in kurz oder lang, wobei die „jungen Männer“ eher eine Kurze Lederhosen tragen. Gut kombinieren lassen sich dazu ein Trachtenhemd und den traditionellen Strümpfe sowie Haferlschuhe.

Auf dem Oktoberfest ist traditionelle Kleidung kein Dress-Code. Wer also keine tragen sollte, ist trotzdem willkommen.

Danke an Peter Atkins für die Fotos!
Die Dirndl sind übrigens von www.muenchnertracht.de

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Beste Grüße, Ihr Team vom München Blog.

Teil 3: Das Münchner Bier und die Maßkrüge

Montag, 13. September 2010

Was wäre das Oktoberfest ohne das Münchner Bier?
Damit auch alle Gäste reichlich mit Bier versorgt werden, sind die Münchner Brauereien Spaten-Franziskaner-Bräu, Augustiner, Paulaner, Hacker-Pshorr, Hofbräu und Löwenbräu mit Festzelten vertreten.

Laut Betriebsvorschriften des Oktoberfest darf nur Münchner Bier der leistungsfähigen und bewährten Münchner Traditionsbrauerein, das dem Münchner Reinheitsgebot von 1487 und dem Deutschen Reinheitsgebot von 1906 entspricht, ausgeschenkt werden.
Mit 14 große und 15 kleinere Bierzelten wird den Gästen eine große Auswahl geboten.
Da es oftmals auf Grund von Überfüllung zur Schließung eines Zeltes kam, hat die Stadt München ein Wiesnbarometer auf ihrer Homepage eingerichtet, das die jeweilige Auslastung der Zelte vorhersagt.

© Peter Atkins

Für das Oktoberfest brauen die Münchner Brauereien ein spezielles Bier, welches Wiesn Märzen genannt wird.
Es unterscheidet sich in der Herstellung, da es mit mehr Stammwürze und damit auch mit einem höheren Alkoholgehalt gebraut wird (rund 6-7%).
Ein Maß Bier kostet je nach Zelt zwischen 8,70 Euro und 9,20 Euro (Vorjahr galten Preise zwischen 8,30 Euro und 8,90 Euro). Zum Füllen eines Maßkruges benötigt ein geübter Schankkellner im Schnitt eineinhalb Sekunden.
Durchschnittlich werden jedes Jahr rund 60.000 Hektoliter Bier ausgeschenkt. Schankkellner und Bedienungen haben mit dem Oktoberfest also alle Hände voll zu tun.

Um Schankbetrug zu erschweren, sind die verwendeten Maßkrüge in den Festzelten nicht mehr aus Ton, sondern aus Glas.
An Hand des Eichstriches sieht so jeder Gast ob die Maß auch wirklich eine Maß ist.
Da die Bierkrüge als Eigentum der Brauereien gelten, wird die Mitname der Gläser als Diebstahl angezeigt.

Auf Grund der in den 1980er und 1990er Jahren häufig vorkommenden Maßkrugdiebstähle wurde das Sicherheitspersonal der Festzelte angewiesen, nach Dieben Ausschau zu halten.

Die Mitnahme eines Maßkruges endet somit nicht selten als Strafanzeige bei der Polizei. Maßkrüge, die offiziell als Souvenir gekauft werden, sind zur einfachen Unterscheidung mit einer farbigen Plakette markiert.

Zu einem weiteren Ereignis auf dem Oktoberfest gehört der Fassanstich. Nach dem Einzug der Wiesn-Wirte auf Kutschen von der Innenstadt zur Festwiese sticht um Punkt 12:00 Uhr der Oberbürgermeister Christian Ude im Schottenhamel-Festzelt das erste Bierfass an. Mit dem Anstich und dem Ruf „O´zapft is“ gilt das Oktoberfest als eröffnet. Anschließend werden auf der Treppe der Bavaria zwölf Böllerschüsse abgegeben. Diese Schüsse dienen als Zeichen für die anderen Wirte mit dem Ausschank beginnen zu dürfen. Traditionell erhält der bayerische Ministerpräsident die erste Maß.

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Ihr Team vom München Blog.

Update:
Hab noch was Interessantes zum Thema “Anzapfen” gefunden.

Teil 2: Die Theresienwiese

Freitag, 10. September 2010

Wenn ihr gestern aufgepasst habt, wisst ihr ja sicherlich wessen Namen die Theresienwiese trägt.

Na? ..

Genau. Das Gelände wurde nach der Prinzessin Therese benannt. In der insgesamt 42 Hektar großen Wiese werden 31 Hektar der Fläche als Festgelände genutzt.

Platz auf den Wiesn war bisher für 14 große und 15 kleinere Zelte. Unter anderem auch für 200 Schaustellbetriebe, davon gut 80 Fahrgeschäfte, die als wichtiger Bestandteil der „ Wiesn“ gelten.

Hauptattraktionen der Fahrgeschäfte sind vor allem das Riesenrad, die Krinoline (Rundkarussel) , der Tobbogan (Turmrutsche) , das Teufelsrad, der Schichtl und die Pitts Teufelswand. Inzwischen hat das größte Riesenrad der Wiesn eine Höhe von 48 Metern und bietet somit eine gute Aussicht über das komplette Festgelände.

Olympia Looping

Fotograf P. Schnizler, Tourismusamt München

Zu einer weiteren Attraktion gehört der Olympia Looping, die größte mobile Achterbahn der Welt.
Alljährlich findet am zweiten Wiesensonntag das größte Blasmusikkonzert der Welt statt, bei dem die etwa 300 Musiker der Festzelte vor der Bavaria aufspielen und somit dafür sorgen das auch das traditionelle bayerische erhalten bleibt.
Da sich die Wiese in einem zentralen Bereich befindet, ist sie nicht schwer zu finden. Die Theresienwiese erreicht man am besten mit den U-Bahnlinien U4 und U5.
Auf Grund der vielen Besuchern wird die Verkehrssituation sehr belastet sein. Der U-Bahnhof Theresienwiese wird in Stoßzeiten in Zwei-Minuten-Takt angefahren und muss nach der Sperrstunde der Bierzelte gelegentlich wegen Überfüllung geschlossen werden.
Tipp: Die U-Bahnstation Goetheplatz (U3, U6) ist weniger stark belastet. Von dort aus erreichen Sie die Theresienwiese zu Fuß in circa 10 min.

Wer nicht mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren möchte, findet rund um das Oktoberfest folgende Taxistände vor:

Schwanthalerstr. Südseite
Schwanthalerstr. Nordseite
Kaiser-Ludwig-Platz
Herzog-Heinrich-Straße zwischen Kaiser-Ludwig-Platz und Mozartstraße
Lindwurmstraße zwischen Hermann-Schmidt- und Stielerstraße
Bavariastraße zwischen Bahnunterführung und Hans-Fischer-Straße

Von einem Besuch mit dem Auto können wir Ihnen nur abraten. Die bayerische Polizei sperrt auch dieses Jahr das Gebiet rund um die Theresienwiese für den Verkehr. Verbunden mit dem Sperring wird auch eine Halteverbotszone rund um die Wiesn eingerichtet.

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Beste Grüße,
Ihr Team vom München Blog.

Teil 1: Ursprung und Geschichte des Oktoberfests

Donnerstag, 09. September 2010

Um den Hintergrund des Oktoberfestes zu verstehen, müssen wir 200 Jahre zurückblicken. Anlässlich Ihrer Hochzeit am 12. Oktober 1810 veranstalteten Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese eine fünf Tage dauernde Feier „für das Volk“. Beendet wurde das Volksfest mit einem Pferderennen vor den Toren der Stadt.

Da der Kronprinz sehr vom antiken Griechenland begeistert war, schlug einer seiner Untertanen vor, die Gestaltung des Festes im Stil der antiken Olympischen Spiele auszutragen, was demnach der Grund für den vorwiegend sportlichen Charakter in den Anfangsjahren war. Zur Freunde der Stadtbevölkerung beschloss der bayrische Königshof das Pferderennen im kommenden Jahr zur gleichen Zeit zu wiederholen und damit begann auch die Tradition des Oktoberfestes.

1910 feierte die Wiesn ihren 100. Geburtstag und in der Bräurosl, dem damals größten Bierzelt auf der Wiesn wurden den Gästen 12000 Hektoliter Bier ausgeschenkt. Heute allerdings gehört die Hofbräu-Festhalle mit 10.000 Plätzen zu dem größten Bierzelt auf der Wiesn.

Leider gab es auch Jahre in denen man keinen Anlass zur Feier hatte und deshalb kam es auch schon 24 Mal zum Ausfall des Oktoberfestes.

Gründe hierfür waren größten Teils die beiden Weltkriege, aber auch die Inflation während des Jahres 1923/1924. Trotz der schweren Tage versuchten sich die Einwohner mit kleinen „ Herbstfesten“ zu trösten und die Tradition ein wenig am Leben zu halten.

1950 wurde die Wiesn von Oberbürgermeister Thomas Wimmer zum ersten Mal mit dem inzwischen traditionellen Fassanstich eröffnet und im Lauf der folgenden Jahrzehnte entwickelte sich das Oktoberfest zum größten Volksfest der Welt. Das Pferderennen allerdings wurde nach dem Krieg mit Ausnahme des 150. Jubiläums im Jahr 1960 nicht mehr veranstaltet.

Am 17. September 2011, um 12 Uhr Mittags heißt es dann wieder „O´zapft is“! aus dem Munde des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude und das größte Volksfest der Welt startet zum 178. Mal.

Zusätzlich findet auf dem Südteil der Theresienwiese eine Historische Wiesn statt.

Hier haben die Besucher täglich die Möglichkeit eine Zeitreise in die Vergangenheit des Oktoberfestes zu unternehmen.

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