Ausstellung “Ends of the Earth” im Haus der Kunst

Haus der Kunst Alice Aycock Clay

Clay #2 (1971/2012) von Alice Aycock: 1500 Pfund Lehm mit Wasser gemischt in einem Holzrahmen – Foto: Alice Aycock

Als erste große Museumsausstellung über Land Artliefert “Ends of the Earth” im Haus der Kunst in München vom 11.10.2012 bis zum 20.01.2013 den bisher umfassendsten historischen Überblick über diese Kunstbewegung. Die Land Art benutzte die Erde als Material und Land als Medium und schuf dabei Werke außerhalb der vertrauten Handlungsräume des Kunstsystems. Der zeitliche Rahmen von “Ends of the Earth” erstreckt sich von den 1960er-Jahren bis 1974, als sich im Kontext von Land Art Strömungen wie Konzeptkunst, Minimal Art, Happening, Performancekunst und Arte povera stärker herausbildeten und auseinander bewegten.

Die rund 200 Arbeiten von über 100 Künstlern aus Australien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Island, Israel, Kanada, Japan, den Niederlanden, den Philippinen und der Schweiz zeigen, dass Land Art kein vorrangig nordamerikanisches Phänomen ist. Mit Werken der damals beteiligten Künstler nimmt die Ausstellung auf die frühen und wegweisenden Ausstellungen “Earthworks” und “Earth Art” (New York 1968 bzw. 1969) Bezug.

Haus der Kunst Heinz Mack Tele-Mack

Tele-Mack (1968) von Heinz Mack – Foto: Heinz Mack

Bereits vor der eigentlichen Entstehung der Strömung in den 1960er-Jahren spürten Künstler an den verschiedensten Orten der Welt verstärkt den Wunsch, das Land in Anspruch zu nehmen und mit der Erde zu arbeiten. In einem elementaren Sinn schloss dies die Auseinandersetzung mit der Beschaffenheit der Erde als Planet mit ein. Yves Klein zum Beispiel fragte sich, wie die Erde wohl vom Weltraum aussieht. Seine Vision, dass aus dieser Perspektive die vorherrschende Farbe Blau wäre, und dass mit Blau sämtliche vom Menschen geschaffenen Grenzen überwunden werden können, setzte er 1961 mit seiner Serie der “Planetary Reliefs” um.

Zahlreiche Werke der AusstellungEnds of the Earth” beschäftigen sich auch mit dem Thema, dass “die Erde selbst verwundet wird”, wie es Isamu Noguchi formuliert hatte. Die Künstler der Land Art beschäftigten sich mit den Wunden und Narben, die der Mensch dem Planeten Erde zufügt, sei es durch Kriegsmaschinerie (Robert Barry, Isamu Noguchi), Diktaturen (Artur Barrio), Atomtests (Heinz Mack, Jean Tinguely, Adrian Piper) oder Besiedelung (Yitzhak Danziger).

Besuchen auch Sie die Ausstellung “Ends of the Earth” vom 11.10.2012 bis zum 20.01.2013 im Haus der Kunst in München. Das Team vom München Blog wünscht viel Vergnügen.

Service:

“Ends of the Earth”
11.10.2012 bis 20.01.2013
Haus der Kunst München
Hier geht es zum Webauftritt.

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